Kriminalitätsbekämpfung

Austausch in Italien zur Bekämpfung von Schlepperei

Vom 12. bis zum 15. Oktober 2020 wurden aktuelle Ermittlungsfälle der Schlepperei auf der zentralen Mittelmeerroute, als auch die gegenwärtige Lage bei einem internationalen Treffen in Italien besprochen.

Im Rahmen der umfassenden Schleppereibekämfpung trafen Beamte des Bundeskriminalamtes, Joint Operational Office gegen Schlepperei und Menschenhandel, gemeinsam mit einem Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Wien sowohl in Palermo als auch in Catania mit Kolleginnen und Kollegen der Anti-Mafia-Dienststellen (SCO/Squadra Mobile) und der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft zusammen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklungen in Libyen und Tunesien als Ausgangs- und Transitländer von großangelegten Schleppungen gelegt.

Internationale Expertise als Weg zum Erfolg
Die beiden Verbindungsbeamten des Bundesministeriums für Inneres in Rom und Tunis brachten ebenfalls ihre Expertise und Erfahrungen der internationalen Zusammenarbeit ein. In Catania wurden Gespräche mit der EU-RTF (EU-Regional Task Force) geführt, wo Bedienstete von Europol, Frontex, der Asylbehörde EASO sowie auch der Squadra Mobile die Koordination und die Informationsbeschaffung von Schleppungen über das Mittelmeer als zentrale Aufgabe haben.

Informationsaustausch gegen organisierte Schlepperbanden
"Dieser Informationsaustausch meiner Beamtinnen und Beamten mit den italienischen Behörden ist im Kampf gegen die organisierten Schlepperbanden auf der zentralen Mittelmeerroute ein weiterer Schritt in die richtige Richtung", sagt Karl Nehammer, Bundesminister für Inneres. Der Leiter des Joint Operational Office im Bundeskriminalamt, Brigadier Gerald Tatzgern, kündigt an, als nächsten Schritt die operative Zusammenarbeit mit den Behörden in Tunesien zu intensivieren.

Artikel Nr: 18196 vom Mittwoch, 21. Oktober 2020, 14:17 Uhr
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