Internationales

Internationale Konferenz zu Falschgeld-Ermittlungen im Darknet

Von 1. bis 5. Oktober 2018 trafen sich auf Initiative des BK mehr als 90 Vertreterinnen und Vertreter von Justiz, Zoll, Nationalbanken und Polizeieinheiten aus EU-Ländern und ausgewählten Drittstaaten zu einer Konferenz in Wien, um die nachhaltige Bekämpfung von Falschgeldkriminalität im Darknet zu thematisieren und praxisnah auszubilden.

Die digitale Sicherheit ist ebenso wie die nachhaltige Bekämpfung von Betrug- und Fälschungsdelikten eine der Schwerpunktthemen der österreichischen Ratspräsidentschaft 2018. Aus diesem Anlass ergriff die Abteilung Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt die Initiative und organsierte ein internationales Treffen in Wien, um alle Beteiligten auf die nachhaltige Bekämpfung von Falschgeldkriminalität im Darknet einzuschwören.

Nach Schätzung der Experten sind europaweit ungefähr 14 Prozent der aus dem Umlauf sichergestellten Falschgeldnoten aus dem Darknet. Die vermeintliche Anonymität und die scheinbare Sicherheit lässt die Täter in diesen Bereich des Internets abwandern. Jedoch sind auch die Strafverfolgungsbehörden dort aktiv und bekämpfen das Phänomen. "Die nationale und internationale Kooperation bei der Ermittlung ist von essentieller Bedeutung", sagt Claus Kahn, Leiter des Büros Betrug, Fälschungsdelikte und Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt.

Daher wurden mehr als 90 Vertreterinnen und Vertreter von Justiz, Zoll, Nationalbanken und Polizeieinheiten aus EU-Ländern und ausgewählten Drittstaaten zu einer gemeinsamen Konferenz eingeladen. Unter den Vortragenden waren neben Expertinnen und Experten der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank, der Österreichischen Nationalbank auch Vertreter von Europol und Eurojust.

Die Konferenz, die sich in verschiedene Workshops unterteilte, trug den Namen "ICIT" – IMPROVEMENT – COOPERATION – INVESTIGATION – TRAINING und legte ein besonderes Augenmerk auf die praxisnahe Ausbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dies wurde einerseits anhand eines Planspieles durchgeführt, andererseits wurde die Möglichkeit gegeben das Darknet und deren Spezifika kennenzulernen, um die richtigen Ermittlungsschritte in diesem Umfeld setzen zu können.

Gerade aufgrund der aktuellen Erfolge bei der Bekämpfung der Falschgeldkriminalität, wie zum Beispiel im Rahmen der Operation Snoopy, in der in Zusammenarbeit von Europol, Polen und Österreich erfolgreich eine Geldfälscherwerkstätte in Polen ausgehoben wurde, ist die weitere Intensivierung des Wissenstandes rund um das Darknet und die neuen Wege der Verbreitung des Falschgeldes, natürlich auch die Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ICIT-Konferenz ein Anliegen.

Die Konferenz wurde im Rahmen des "Pericles2020"-Programmes der Europäischen Kommission finanziert.

Artikel Nr: 16295 vom Sonntag, 7. Oktober 2018, 09:00 Uhr
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