Prävention

Sicher in den Urlaub: Am Urlaubsort

Urlaub ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Damit die Freude nicht getrübt wird, gibt das Bundeskriminalamt Tipps, wie man sich richtig verhält, um nicht Opfer einer Straftat zu werden.

Allgemeine Tipps
• Bei Reisen ins Ausland informieren Sie sich vorab welche Regeln zur Vermeidung einer COVID-19-Erkrankung vorherrschen und wo der Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend getragen werden muss.
Auf der Homepage des Außenministeriums finden Sie aktuelle Reisewarnungen und einen Link zum deutschen Auswärtigen Amt. Dieses bietet für jedes Land sehr umfangreiche landesspezifische Hinweise betreffend Kriminalität und sonstiger Gefahren, Zoll-, Rechts- und Verkehrsvorschriften, aktuelle medizinische Informationen und vieles mehr.
Sinnvoll ist auch eine Registrierung unter www.reiseregistrierung.at und das vorsorgliche Einspeichern des rund um die Uhr erreichbaren Bürgerservices des Außenministeriums: +43 1 90115-4411 ins Handy.
• Informieren Sie Familie und Freude über Ihre Reisepläne, zum Beispiel Dauer, Ziel, Zwischenaufenthalte, Telefonnummer und Adresse der Unterkunft und halten Sie immer wieder Kontakt. So weiß man im Notfall immer, wo Sie sind.
• Speichern Sie Reisedokumente, Kreditkarte und Buchungsbestätigungen digital ab und führen Sie eventuell mehrere Kopien mit. So können Sie jederzeit direkt oder via PC auf die wichtigsten Daten zugreifen.
• Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie sie unbedingt benötigen.
• Tragen Sie Geld, Kreditkarten und Papiere immer möglichst dicht am Körper in
verschiedenen Innentaschen.
• Behandeln Sie Bankomatkarten wie Bargeld und bewahren sie den Code nicht in
• der Geldbörse oder Brieftasche gemeinsam mit den Karten auf. Ermitteln Sie die Möglichkeiten, im Notfall Kredit- bzw. Bankomatkarten sperren zu lassen.
• Vermeiden Sie nach Möglichkeit das Hantieren mit größeren Geldmengen.
Taschendiebe beobachten ihre Opfer.
• Meiden Sie Gedränge.
• Tragen Sie, vor allem in öffentlichen Verkehrsmittel, die Handtasche oder den Rucksack verschlossen vor dem Körper oder klemmen sie sie fest unter
den Arm. Benutzen Sie speziell im Urlaub Brustbeutel oder Geldgürtel.
• Legen Sie bei Einkäufen die Geldbörse nicht oben in die Einkaufstasche oder in den
Einkaufswagen.
• Hängen Sie ihre Handtasche bei Lokalbesuchen nicht an eine Stuhllehne. Stellen Sie die Tasche niemals unbeaufsichtigt ab.
• Lernen Sie wichtige Sätze in der Landessprache. Unbedingt kennen sollten Sie "Nein" "Lassen Sie mich in Ruhe!", "Hilfe" und "Polizei".

Sicherer Umgang mit Kreditkarten
• Beheben Sie Bargeld nur an Geldautomaten in Banken während der Öffnungszeiten der Bank und nicht in Supermärkten oder ähnlichem.
• Geben Sie den Code immer verdeckt, beispielsweise durch Vorhalten der zweiten Hand, ein.
• Geben Sie bei Bezahlung in Lokalen oder Geschäften die Karte möglichst nicht
aus der Hand und behalten Sie sie immer im Auge. Vorsicht, wenn jemand mit der
Kreditkarte in einem Hinterzimmer verschwinden möchte.
• Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig, um rechtzeitig reagieren zu können,
falls die Karte missbräuchlich verwendet wurde.
• Bewahren Sie sämtliche Belege auf und vergleichen Sie diese mit den tatsächlichen
Abbuchungen vom Konto.

Bei Verlust oder Diebstahl von Dokumenten, Geld oder Gepäck
Reisepass

• Erstatten Sie bei der örtlichen Polizei Ihres Urlaubsortes eine Diebstahls- bzw. Verlustanzeige.
• Wenden Sie sich mit der Anzeige an die österreichische Vertretungsbehörde in
Ihrem Urlaubsland an die Botschaft oder das Konsulat. Dort stellt man einen Notpass für Sie
aus. Gibt es keine österreichische Vertretungsbehörde, so können Sie sich auch an
die Vertretungsbehörde eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union wenden.
• Zurück in Österreich müssen Sie im Falle eines Diebstahls mit Ihrer ausländischen
Diebstahlsanzeige eine neuerliche Anzeige in Österreich erstatten. Damit
können Sie dann einen neuen Reisepass ausstellen lassen. Im Falle des Verlusts
genügt die mündliche Bekanntgabe gegenüber der Passbehörde.

Führerschein
Im Ausland gibt es unterschiedliche Bestimmungen zum Verlust oder Diebstahl des
Führerscheins. Einige Länder stellen zeitlich begrenzte Touristenführerscheine aus,
andere erlauben die Weiterfahrt mit einer ebenfalls zeitlich begrenzten Verlust- beziehungsweise
Diebstahlsanzeige. Informieren Sie sich daher bei der örtlichen Polizei in Ihrem Urlaubsland
über die jeweiligen Bestimmungen und erstatten Sie in jedem Fall eine Diebstahls- oder
Verlustanzeige.

Bankomat- oder Kreditkarte
• Lassen Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten sofort sperren. Notieren Sie sich die
hierfür notwendigen Telefonnummern schon vor der Abreise.
• Befinden Sie sich im Ausland in einer finanziellen Notlage, kann ein Angehöriger eine
Überweisung via internationalen Geldtransfer tätigen. Mit einem Code
können Sie das Geld in der Landeswährung vor Ort beheben. Auch die
Vertretungsbehörden können Ihnen bei unverschuldeter Notlage weiterhelfen. Das
Service gilt aber nur für Notsituationen und nicht für eine Urlaubsverlängerung, Weiterreise, Einkäufe und so weiter.
• Die Vertretungsbehörde kann beim Geldtransfer vom eigenen Konto beziehungsweise durch
Angehörige behilflich sein. Sofern das nicht möglich ist, kann sie gegen die
Verpflichtung zu späterer Rückzahlung auch ein Darlehen für die Heimreise
gewähren.

Reisegepäck
Wenn Sie und Ihr Reisegepäck nicht zur gleichen Zeit am Urlaubsort angekommen
sind, ersetzt die Fluglinie grundsätzlich die Kosten für die Anschaffung der
notwendigsten Gegenstände wie Kleidung und Hygieneartikel zur Überbrückung.
Fluglinien haften für Schäden durch verspätete Beförderung,
bei Verlust, Beschädigung oder Zerstörung von Reisegepäck. Erstatten Sie bei der Fluglinie so bald wie möglich Anzeige. Bei beschädigtem Gepäck muss innerhalb von sieben Tagen, bei verspätetem Reisegepäck innerhalb von 21 Tagen schriftlich Anzeige erstattet werden.

Weitere Tipps am Urlaubsort
Deponieren Sie Ihre Wertgegenstände am Urlaubsort am besten im Hotelsafe.
Wer außerhalb Europas oder in einem Nicht-Euro-Land Urlaub macht, muss immer
noch Geld umwechseln. Meist sind die Wechselkurse am Urlaubsort günstiger als in
heimischen Banken. Wer jedoch erst im Ausland wechseln möchte, sollte unbedingt
in eine offizielle Wechselstube gehen und die Quittung gut aufbewahren. Auf keinen
Fall sollten Sie Geld in einer Bank am Bahnhof oder am Flughafen wechseln. Hierbei
zahlen sie die höchsten Provisionen und Spesen.

Artikel Nr: 18011 vom Mittwoch, 22. Juli 2020, 15:25 Uhr
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