Gewaltschutz

Vernetzungstreffen im Bereich Gewaltschutz

Am 14. Mai 2024 lud Frauenministerin Susanne Raab über 200 Personen aus den Bereichen Gewaltschutz und -prävention zur Erarbeitung einer Gewaltschutzstrategie ein. Der Direktor des Bundeskriminalamtes General Mag. Andreas Holzer, MA nahm stellvertretend für Innenminister Gerhard Karner teil.

Gewalt an Frauen verliert leider nicht an Aktualität und bringt gesellschaftliche sowie kriminalpolizeiliche Herausforderungen mit sich. Um den Gewaltschutz und die Gewaltprävention auf die nächste Stufe zu heben, lud Frauenministerin Susanne Raab am 14. Mai 2024 über 200 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen aus Bund, Land und Gemeinden zur Erarbeitung einer neuen Gewaltschutzstrategie ein. Diese soll die Koordinierung und Vernetzung mit Fokus auf der Beratung gewaltbetroffener Frauen im Fokus haben.

Bereits getroffene Maßnahmen
"Gewalt an Frauen ist ein Thema, das uns als Gesellschaft betrifft. Gerade aus diesem Grund ist die Vernetzung zwischen Polizei und anderen wichtigen Stakeholdern, wie zum Beispiel den Beratungsstellen für Gewaltprävention, den Opferschutzeinrichtungen sowie anderen Ministerien, von besonderer Bedeutung. Das gemeinsame Ziel heißt Frauen zu schützen und für ein gewaltfreies Leben zu sorgen, denn jede Gewalttat ist eine Tat zu viel", unterstrich General Mag. Andreas Holzer, MA.
In den vergangenen Jahren konnten bereits einige wichtige Meilensteine im Bereich des Gewaltschutzes gesetzt werden. So wurde 2019 das Gewaltschutzgesetz legistisch umgesetzt, das Annäherungsverbot ergänzt und Sicherheitspolizeiliche Fallkonferenzen, eine verpflichtende Gewaltpräventionsberatung für Gefährder sowie ein obligatorisches Waffenverbot nach einem Betretungs- und Annäherungsverbot eingeführt. Neben dem Gewaltschutz wurden auch zahlreiche Sensibilisierungs- und Organisationsmaßnahmen wie die Erhöhung des Budgets für Gewaltschutzzentren um rund 50 Prozent Ende 2021 oder die seit 2022 bestehende interministerielle Arbeitsgruppe Gewaltschutz, die durch Abstimmung der vertretenen Ressorts und Institutionen Schlüsselfelder sowie Defizite und Überschneidungen identifizieren und so den Gewaltschutz in Österreich gemeinsam vorantreiben soll, umgesetzt. 2023 erfolgte die Einführung von Fallkonferenz-Teams und auch die Kassabon-Initiative sowie Online-Kampagnen sollten die Gewaltprävention weiter vorantreiben.

Exekutive plant weitere Maßnahmen
Seitens der Exekutive sind bereits weitere Maßnahmen geplant. So wird eine Analysestelle mit dem Schwerpunkt Tötungsdelikte an Frauen eingerichtet und eine Dunkelfeldstudie in Auftrag gegeben. Weiters wird die Etablierung der Gewaltprävention auf Bundes-, Landes- und Regionalebene im Zuge der Kriminaldienstreform 2.0 umgesetzt. Zudem wird es Schwerpunktaktionen, speziell im Rotlichtmilieu und an Kriminalitätshotspots geben, um weiter vehement gegen Gewaltkriminalität vorzugehen. Um nachhaltig Erfolge erzielen zu können, bedarf es daher eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei und allen Stakeholdern, wie etwa den Beratungsstellen für Gewaltprävention, den Beratungs- und Opferschutzeinrichtungen sowie den Ministerien.

Direktor des Bundeskriminalamtes General Mag. Andreas Holzer, MA beim Gewaltschutztreffen mit Frauenministerin Susanne Raab
Foto: ©  BKA
General Mag. Andreas Holzer, MA, Direktor des Bundeskriminalamtes bei seiner Rede am Gewaltschutzgipfel mit Frauenministerin Susanne Raab
Foto: ©  BKA

Artikel Nr: 26880 vom Mittwoch, 15. Mai 2024, 11:48 Uhr
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