Gewaltschutz

Internationale Kampagne: "16 Tage gegen Gewalt"

Gewalt kann jeden treffen, ganz gleich welchen Alters, Hautfarbe, soziale Schicht oder Geschlecht. Gewalt ist vielseitig, vielschichtig und nicht immer ersichtlich. Die Schuld an der Tat, trägt jedoch immer der Täter. Die polizeiliche Anzeige ist ein mutiger und wichtiger Schritt.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November erinnert an die Ermordung der Mirabal Schwestern, die am 25. November 1960 brutal ermordet wurden. Seit 1999 ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen anerkannt und ist Auftakt für die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen". Der Internationale Tag für Menschenrechte am 10. Dezember ist der Abschluss der Aktionstage. Dieser Zeitraum wird weltweit genutzt um auf das Recht eines gewaltfreien Lebens aufmerksam zu machen. Auch das Bundeskriminalamt beteiligt sich an der Kampagne und postet auf Facebook 16 tagelang ein Video zum Thema Gewalt.

Nach wie vor finden die meisten Übergriffe in den eigenen vier Wänden oder im sozialen Nahbereich statt. Aber auch Männer sind von der Gewalt in Privatsphäre betroffen. In diesem Bereich ist die Dunkelziffer der gewaltsamen Übergriffe besonders zu erwähnen, da Gewalt durch Frauen an Männern noch immer bei vielen Betroffenen mit Scharm verbunden ist. Männer zeigen ihre Partnerinnen seltener an als Frauen ihre gewalttätigen Partner.

Kinder vor Gefahren zu warnen und ihnen einen vorsichtigen Umgang mit fremden Menschen zu lehren ist sehr wichtig. Was jedoch nicht unberücksichtigt bleiben darf, ist die Tatsache, dass Misshandlungen und Missbrauch von Kindern überwiegend innerhalb der Familie, in der Verwandtschaft oder im engen Bekanntenkreis stattfindet. Eine Tatsache, die umso problematischer ist, da das Opfer meist in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Täter steht und die Gefahr groß ist, dass dem Kind nicht geglaubt wird.

Zivilcourage
Viele strafrechtliche Delikte werden oftmals in der Öffentlichkeit und vor Zeugen verübt. Durch das bewusste Wegschauen oder Zulassen der Tat "profitiert" der Täter, da er das Gefühl hat, dass für ihn keine Konsequenz entsteht und er seine Straftaten ungehindert fortsetzten kann.

Aufmerksam zu sein, bei Bedarf einzugreifen und in der Situation zeigen, dass man hinsieht und bereit ist die Polizei zu verständigen, ist bereits ein Hindernisgrund für manche Täter.

Zeugen haben oft Angst, etwas Falsches zu tun oder selbst Opfer zu werden. Ein Anruf bei der Polizei oder der Rettung ist in vielen Fällen ausreichend, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Wegschauen ist jedoch keine Lösung.

Die Schuld an der Tat, trägt immer der Täter. Die polizeiliche Anzeige ist ein mutiger und notwendiger Schritt. Ansonsten können die Täter weder verfolgt noch gestoppt werden.

Die Unterstützung, Hilfe und Betreuung sind nach einem gewaltsamen Übergriff sehr wichtig und für die eigene Aufarbeitung sehr von Bedeutung.

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Artikel Nr: 17510 vom Montag, 25. November 2019, 09:13 Uhr
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