Internationales

Operation gegen organisierte Suchtmittelkriminalität

Beschuldigte konnten in Österreich und Spanien festgenommen und große Mengen an Suchtmittel, Bargeld, Kryptowährungen, Bankkonten und Immobilien sichergestellt werden.

Das Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA NÖ) konnte in enger Zusammenarbeit mit dem Büro zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität im Bundeskriminalamt (BK) sowie Europol, und der spanischen Polizeibehörde Guardia Civil eine weltweit agierende mutmaßliche Tätergruppe ausforschen, die mit Suchtmittel und Neue psychoaktive Substanzen (NPS) handelte und Geldwäsche betrieben haben soll.

Die kriminelle Organisation war seit dem Jahr 2012 aktiv. Seit dem Sommer 2017 ermittelte die Polizei gegen sie. Durch ein gemeinsames Einschreiten im März 2018 gelang den Polizisten die Festnahme in Österreich und Spanien. Auch das BK war intensiv in die Ermittlungen eingebunden und unterstützte bei den Observationen, der Festnahme und weiteren kriminalpolizeilichen Maßnahmen.

Die Suchtmittel und NPS-Substanzen wurden teilweise aus asiatischen Staaten sowie aus Laboren in den Niederlanden bezogen und in Großmengen nach Spanien geliefert. In der Gegend um Grenada und Valencia wurde dann die weitere Verarbeitung und Versendung an die Endkunden weltweit durchgeführt. Die Lieferung an die Endkunden erfolgte in mehr als 100 Länder weltweit. Um die Geldbeträge einzahlen und die Finanzen abwickeln zu können, wurden verschiedene Firmen in Spanien gegründet Ein Teil des Geldes ist dann anschließend an eine Firma in Österreich geflossen, die vom österreichischen Beschuldigten gegründet wurde.

Bei den Hausdurchsuchungen konnte die Polizei zahlreiche Beweise sicherstellen:

- ca. 112 Kilogramm verschiedenster Suchtmittel und über 100 verschiedene NPS-Substanzen in Marktwert von rund 12 Millionen Euro in Spanien
- ca. 788.000 LSD und NPS-Dosen in Spanien - ca. 700.000 Euro Bargeld in Österreich und Spanien
- drei Immobilien in Spanien im Wert von einer Millionen Euro
- ca. zwei Millionen Euro auf verschiedenen Konten Großteils in Österreich, aber auch in Spanien
- ca. 4,5 Millionen Euro in verschiedenen Kryptowährungen (Bitcoin, Lumen, Iota)
- zehn verschiedene PKW, davon einen in Österreich und neun in Spanien.

Nur durch die gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Dienststellen in Österreich und den Ermittlern in Spanien und der Unterstützung durch Europol war es möglich, diese kriminelle Organisation aufzudecken.

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Artikel Nr: 16044 vom Donnerstag, 28. Juni 2018, 13:56 Uhr
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