Kriminalitätsbekämpfung

Zielfahnder beenden mehrjährige Flucht von zwei international Gesuchten

Die Zielfahnder des Bundeskriminalamts konnten in Wien einen Nordmazedonier und in Oberösterreich eine ungarische Staatsbürgerin aufspüren und festnehmen. Nach beiden wurde international wegen schweren Raubes gefahndet.

Beamte der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes kurz FAST-Austria konnten innerhalb weniger Tage zwei international gefahndete Verdächtige dingfest machen. Der Ressortchef gratulierte zur erfolgreichen Fahndung: "Die Zielfahnder des Bundeskriminalamtes sind in der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit für ihre Professionalität und Akribie bekannt. Ich danke daher den am Einsatz beteiligten Beamten für ihren Zielstrebigkeit und Ausdauer", so Karl Nehammer.

Am 31. März 2021 nahmen die Beamten in Wien Hernals einen nordmazedonischen Staatsbürger fest. Nach dem 32-jährigen Mann wurde mit nationalem Haftbefehl, basierend auf einer sogenannten "Interpol Red Notice" aus Nordmazedonien, wegen versuchten schweren Raubes aus dem Jahre 2015 gefahndet. Der Verdächtige dürfte sich unmittelbar nach der Tat aus Nordmazedonien abgesetzt und die letzten fünf Jahre in Österreich versteckt gehalten haben. Nach intensiven, gemeinsamen Ermittlungen mit der nordmazedonischen Zielfahndungsdienststelle im Rahmen des ENFAST Netzwerkes konnte der Aufenthaltsort des Verdächtigen ausgeforscht werden. Bei der Festnahme wies sich der Mann mit einem gefälschten bulgarischen Ausweis aus. Er war von der Festnahme überrascht und ließ sich widerstandlos festnehmen. Über Verfügung der Staatsanwaltschaft Wien erfolgte die Einlieferung in das Landesgericht Wien wo in weiterer Folge über die Auslieferung nach Nordmazedonien entschieden wird.

Nur neun Tage später, am 8. April 2021, kam es in Oberösterreich zu einer weiteren Festnahme der Zielfahnder. Es handelte sich dabei um eine 30-jährige ungarische Staatsbürgerin, nach der wegen schweren Raubes ebenfalls via Interpol und mit einem Europäischen Haftbefehl gefahndet worden war. Die Frau soll 2014 gemeinsam mit weiteren Mittätern ein Opfer betäubt und anschließend beraubt haben. Nach der Tat hatte sie sich aus Ungarn abgesetzt, sie dürfte sich seither in unterschiedlichen europäischen Ländern und schlussendlich in Österreich versteckt haben. Bis zu ihrer Festnahme am 8. April 2021 wurde die Verdächtige auf der ungarischen Fahndungsseite unter den TOP 50 Gesuchten geführt. Die Frau wies sich bei der Festnahme mit einem falschen ungarischen Reisepass aus. Sie wurde ins Landesgericht für Strafsachen in Wien eingeliefert.

Artikel Nr: 18589 vom Donnerstag, 15. April 2021, 08:00 Uhr
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