Kriminalitätsbekämpfung

Workshop gegen illegales Glückspiel

Das Bundeskriminalamt (BK) veranstaltete von 18. März bis 20. März 2019 in Pörtschach am Wörthersee einen Workshop zum Thema Bekämpfung der kriminalpolizeilichen relevanten Auswirkungen des illegalen Glückspiels und der damit zusammenhängenden polykriminellen Phänomene.

Aufgrund der ständigen Entwicklung von neuen Kriminalitätsphänomenen führt das BK laufend Auswertungen im Hinblick auf Auffälligkeiten im Kriminalitätsgeschehen durch. Es wird beobachtet und geprüft, ob es bereits neue und bislang unerkannt gebliebene Phänomene gibt. Im Zuge dieser Beurteilungen konnte festgestellt werden, dass sich Delikte an Örtlichkeiten häufen, welche sich in weiterer Folge als Standorte für illegales Glücksspiel herausstellten. Aufgrund der stark ansteigenden Begehungen von Körperverletzungen, Brandanschlägen auf Lokale und Erpressungen im Umkreis von Glückspiellokale in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg konnten Strukturen im illegalen Glückspiel erkannt werden, die benutzt werden, um auf illegale Art Gewinne zu erwirtschaften.

Seit Juni 2018 gibt es eine eigene Arbeitsgruppe, die zur Bekämpfung der kriminellen Auswirkungen des illegalen Glückspiels im BK eingerichtet wurde. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, diese Strukturen aufzudecken und zu zerschlagen. Um eine erfolgreiche bundesweite Bekämpfung dieser neuen Kriminalitätsform entwickeln zu können, ist ein Workshop zum Zwecke der Koordination aller eingesetzten Mitarbeiter und Organisationseinheiten notwendig. Das Ziel dieses Workshops ist es, Werkzeuge und Methoden zu vermitteln, die in Zukunft sowohl auf strategischer als auch operativer Ebene zur Bekämpfung der kriminellen Auswirkungen des illegalen Glückspiels bundesweit eingesetzt und angewendet werden können.

Polykriminelle Banden
Ein Problem ist die zunehmende Bandenkriminalität durch ethnische Gruppen. Diese Banden sind polykriminell. Das bedeutet, dass diese Tätergruppen deliktsübergreifend tätig sind, vor allem in den Bereichen Suchtmittel- und Waffenhandel oder beispielsweise Erpressungen. Sie sind anfangs horizontal in Kleingruppen organisiert. Wird hier nicht schnell polizeilich agiert, findet eine zunehmende Strukturierung von der kriminellen Vereinigung, zur Organisation.

Artikel Nr: 16805 vom Montag, 18. März 2019, 08:00 Uhr
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