IT-Sicherheit

Schutz vor Internetbetrug

Die Anzahl an Internetbetrügereien steigt kontinuierlich. Mit der zunehmenden Vernetzung sind immer mehr Betrugsmaschen entstanden. Das BK informiert über sicheres Verhalten im Internet.

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Kategorien des Betruges. Das Ausspähen von Daten, den Bestell-, Waren und Dienstleistungsbetrug und den Vorauszahlungsbetrug. Die Varianten sind zahlreich und oftmals bekannt: von vermeintlichen "Gratis"-Angeboten, Phishing-E-Mails, gefälschten Gewinnversprechen oder nicht versandten Waren ist hier die Rede. Die Gefahren können in sozialen Netzwerken, beim Online-Shopping, auf Internetseiten oder auch im Postkasten liegen. Meist sind die Täter dann erfolgreich, wenn Unerfahrenheiten gepaart mit Leichtgläubigkeit im Spiel sind. Es gilt der Grundsatz: Beweisen Sie Hausverstand. Auch im Internet wird nichts verschenkt.

Die Expertinnen und Experten des Bundeskriminalamtes haben Tipps anhand der weitverbreitetsten Betrugsmaschen im Internet zusammengestellt. Wenn Sie diese Punkte für das Verhalten im Internet beherzigen, können Sie Gefahren erkennen und vermeiden. Wichtig ist, dass es stets neue Tricks und Maschen der Betrüger gibt und hier kein Anspruch auf eine lückenlose Prävention besteht. Die folgenden Punkte sollen vielmehr ein Bewusstsein für die Probleme im weltweiten Netz schaffen und Anzeichen für potentielle Betrügereien aufzeigen.

1 Weitergabe von Informationen

Beachten Sie welche Daten sie weitergeben. Gerade zur Vorbereitung von Betrugshandlungen werden Täter gerne aktiv indem sie Sie anrufen, oder ein Email schreiben. Wichtig, geben Sie Ihre Kartendaten niemals im Internet weiter wenn Sie Sie sich nicht sicher sind! Achten Sie immer auf eine sichere Verbindung (siehe Punkt 5) und übermitteln Sie niemals Ihre Kartendaten über eine unverschlüsselte E-Mail.

2 Seriosität des Anbieters

Informieren Sie sich über den Verkäufer. Vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Identität und Anschrift des Anbieters oder Garantie- und Gewährleistungsbedingungen online leicht auffindbar und verständlich sind. Hilfreich bei der Einschätzung des Anbieters sind auch Bewertungsprofile, wie sie bei Online-Marktplätzen üblich sind. Schauen Sie sich dabei mehrere Bewertungen und wenn möglich auch auf mehreren Plattformen an.

3 Schutz der Identität

Schützen Sie im Netz Ihre eigene Identität. Sämtliche von Ihnen bekannt gegebenen persönlichen Daten sowie Fotos oder Videos erleichtern dem Täter sein Vorhaben. Bei Internetbekanntschaften sollten einem ersten persönlichen Treffen immer Telefonate vorausgehen und immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden. Scheuen Sie sich nicht eine Anzeige zu erstatten. Oftmals nutzen die Täter die Gefühlswelt des Opfers aus umso an deren Geld zu gelangen.

4 Firewall und Virenscanner

Eine Firewall und ein Virenschutz-Programm sind für einen PC unerlässlich, wenn Sie damit im Internet surfen. Die Auswahl der richtigen Sicherheitsanwendung hängt entscheidend von Ihrem Nutzungsverhalten und ihrem Sicherheitsbedarf ab. Informieren Sie sich im Fachhandel. Sehr wichtig sind regelmäßige Updates.

5 Sichere Verbindung

Bei Käufen im Internet sollten eine verschlüsselte Übertragung persönlicher Daten ermöglichen. Erkennbar ist dies in der Regel an dem Kürzel https:// in der Adresszeile des Browsers und einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Browserleiste.

6 Gefährliche Kontaktaufnahme

Viren, Würmer und Trojaner werden häufig per E-Mail oder in sozialen Netzwerken verbreitet. Öffnen Sie E-Mail-Anhänge nur dann, wenn Ihnen der Absender vertraut ist. Wichtig: Es ist relativ einfach, den Absender einer E-Mail zu fälschen und dadurch einen vertrauten Eindruck zu erwecken. Erwarten Sie beispielsweise weder eine Rechnung noch eine Mahnung, könnte es sich um eine gefälschte E-Mail mit Schadsoftware handeln. Bedenken sie, dass seriöse Unternehmen und Banken verlangen niemals vertrauliche Daten wie Logins, Passwörter oder Transaktionsnummern (TANs) per E-Mail von Ihnen. Löschen Sie solche Nachrichten umgehend. Auch am Telefon sollten Sie niemals Fragen nach diesen Daten beantworten.

7 Gratisangebote

Auch im Internet gilt dieser Grundsatz. Seien Sie bei "Gratis"-Angeboten stets misstrauisch, besonders wenn Sie persönliche Daten angeben müssen. Oft handelt es sich um Lockangebote, bei denen später laufende Kosten entstehen. Antworten Sie auch nicht auf dubiose E-Mail-Versprechungen mit ungewöhnlich hohen Profiten und löschen Sie die E-Mails sofort.

Weitere Information erhalten Sie auf der Homepage des BK und auf der BMI-Sicherheitsapp. Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133 zur Verfügung.

Links:

Internetbetrug
Foto: ©  BK

Artikel Nr: 15630 vom Donnerstag, 1. März 2018, 10:00 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion

Share Facebook
Share Twitter

Zurück

Donnerstag, 11. November 2021
Burgenland

zu den Terminen