Prävention

Wer sein Fahrrad liebt, der sichert‘s.

Fahrräder, E-Bikes und Scooter sind ein begehrtes Diebesgut. Wie man sein Fahrrad bestmöglich schützt, erklärt die Kriminalprävention.

Immer mehr Menschen fahren mit dem Fahrrad. Es macht Spaß, ist umweltfreundlich, preiswert, und gesund. Fahrräder brauchen wenig Platz und man ist unabhängig unterwegs. Fahrräder gibt es in vielen Ausführungen, für Jung und Alt, mit oder ohne Elektroantrieb, für Sport auf Straßen und im Gelände oder einfach um von A nach B zu kommen.

Fahrräder sind auch bei Dieben beliebt. Nicht nur, wenn sie wertvoll sind, sondern auch, weil sie oft schlecht gesichert sind. Fahrräder kann man schnell und unkompliziert weiterverkaufen oder selbst verwenden.
Könnten Sie nachweisen, dass das Fahrrad, mit dem Sie unterwegs sind, Ihr eigenes ist? Viele Radfahrer können das nicht. Daher machen sich Fahrraddiebe kaum Sorgen, erwischt zu werden. Aber man kann sich schützen.

Rund ums Jahr ein begehrtes Diebesgut
2023 wurden 18.566 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Das waren zwar um 1.742 Anzeigen mehr als im Vorjahr. In 2.736 der Fälle handelte es sich um ein E-Bike. Von allen angezeigten Diebstählen, konnten 9,3 Prozent aufgeklärt werden.

Wichtige Informationen für Fahndung
Werden gestohlene Fahrräder aufgefunden und sichergestellt, können diese sehr oft nicht mehr den rechtmäßigen Besitzern zugeordnet werden. Das liegt daran, dass die Fahrradbesitzer entweder ganz auf eine Anzeigenerstattung verzichten oder dass sie ihre Räder bei der Anzeigenerstattung nur vage beschreiben können. Daher der Appell der Kriminalprävention: Wenn Sie ein Fahrrad besitzen, sollten Sie die wichtigsten Informationen abrufbar haben: Farbe, Herstellermarke, Modell, Rahmennummer, Material und Art der Gangschaltung. Von Vorteil sind auch Informationen über den Kauf, Rechnung und Versicherung. Im Falle eines Diebstahls sind das sehr wertvolle Informationen, um einerseits den rechtmäßigen Besitz nachzuweisen und andererseits die Polizei bei der Fahndung und Ermittlung zu unterstützen.

Empfehlung der Kriminalprävention
Um das Fahrrad vor einem Diebstahl zu schützen, reichen oft ein paar einfache Maßnahmen. Auch wenn ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist, kann das Risiko eines Diebstahls erheblich gesenkt werden. Die Kriminalprävention empfiehlt vorrangig den kostenlosen Fahrradpass. Er liegt in jeder Polizeidienststelle gratis auf beziehungsweise steht auf der Homepage des Bundeskriminalamtes als Download zur Verfügung: (Fahrradpass_2020.pdf (bundeskriminalamt.at). Der Fahrradpass dient auch als Eigentumsverzeichnis, in dem alle notwendigen Daten des Rades eingetragen werden. Aber auch Geschäfte und Plattformen bieten zahlreiche (kostenpflichtige) Registrierungsmöglichkeiten für Fahrräder.


Tipps, um Fahrraddiebstähle und Diebstähle von Fahrradkomponenten zu vermeiden:

• Stellen Sie Fahrräder, wo immer es möglich ist, in einem versperrten Raum ab. Bei längerer Abstelldauer montieren Sie die Laufräder und Sattel ab.
• Im Freien sollten Sie das Fahrrad mit Rahmen und Hinterrad an einem fix verankerten Gegenstand befestigen.
• Stellen Sie das Fahrrad an frequentierten Plätzen ab, die bei Dunkelheit gut beleuchtet sind.
• Fahrräder, die immer am gleichen Ort abgestellt werden, könnten den Eindruck erwecken, dass sie keinen Besitzer mehr haben. Dadurch sinkt die Hemmschwelle für einen Diebstahl.
• Am Autodach oder auf Fahrradträgern sollten Sie Fahrräder am besten mit einem Spiralkabel am Rahmen, Vorder- und Hinterrad absperren.
• Lassen Sie nichts Wertvolles am Gepäckträger oder in den Gepäcktaschen zurück.
• Werkzeuge in der Satteltasche könnten Diebe zum Knacken der Sicherung verwenden. Entfernen Sie diese daher bei Verlassen des Rades.
• Nehmen Sie teure Komponenten (beispielsweise den Fahrradcomputer) ab, bevor es Diebe tun.
• Wertvolle Fahrräder, Rennräder und E-Bikes sollten nicht längere Zeit unbeaufsichtigt abgestellt werden.
• Lassen Sie den Akku eines E-Bikes nicht am Fahrrad.


Wirksame Schlösser
Gute Schlösser erkennt man am hohen Gewicht. Massive Schlösser haben einen entsprechend hohen Widerstand. Bei Schlössern, die einen großen Durchmesser haben, ist oft die Isolierung dicker als das Kabel. Schlüssel sind sicherer als Zahlenkombinationsschlösser.

Dokumente:

Artikel Nr: 26758 vom Mittwoch, 3. April 2024, 12:53 Uhr
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