Kriminalitätsbekämpfung

Bilaterales Arbeitstreffen in Ungarn

General Mag. Andreas Holzer, MA reiste am 8. September 2021 für ein bilaterales Arbeitstreffen nach Györ, Ungarn. Hauptthemen waren die aktuelle Migrationslage und die Schleppereibekämpfung.

In Österreich werden seit einiger Zeit wieder vermehrt illegale Migrantinnen und Migranten aufgegriffen, die zumeist durch Schlepper illegal nach Österreich gelangen. Illegale Migrationsströme sind jedoch keine rein nationalen Themen, sondern betreffen alle EU-Mitgliedsstaaten und besonders jene, durch die Schlepperrouten verlaufen. General Mag. Andreas Holzer, MA Direktor des Bundeskrimanalamtes reiste in diesem Zusammenhang nach Györ, Ungarn, um ein Arbeitstreffen mit dem stellvertretendem Landespolizeipräsidenten von Ungarn Generalmajor Dr. Sandor Töreki sowie hochrangigen Vertretern der Polizei abzuhalten.

Gemeinsamer Austausch und Ziele
Im Vordergrund stand der Informationsaustausch bezüglich der aktuellen Lage entlang der Flüchtlingsrouten und den bisher gesetzten Maßnahmen. Bei dem Arbeitstreffen wurde aber nicht nur die gute Zusammenarbeit hervorgehoben, sondern auch die weitere gegenseitige Unterstützung zugesichert. "Im Kampf gegen illegale Migration und Schlepperei ist eine gute Kooperation entscheidend, weshalb gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Schwerpunktaktionen besonders wichtig sind", erklärt der Direktor des Bundeskriminalamtes. So sollen die gemischten Streifen beziehungsweise Einsatzformen in Ungarn zusätzlich verstärkt werden. Zukünftig werden auch vermehrt miteinander koordinierte Kontrollen an der Grenze Österreich-Ungarn und entlang der Schlepperrouten Schwerverkehrskontrollen stattfinden. Zudem wird das österreichische Kontingent im bilateralen Einsatz an der Grenze zu Serbien-Rumänien aufgestockt. Auch die Unterstützung bei technischen Herausforderungen und der Grenzsicherung wurden zugesichert, um die Schleppereikriminalität effektiv bekämpfen zu können. "Schlepper riskieren oftmals das Leben illegaler Migrantinnen und Migranten. Dagegen muss konsequent vorgegangen werden", so General Mag. Holzer, MA.

Weitere Arbeitstreffen
Da eine gute Vernetzung und der gegenseitige Wissensaustausch in der Kriminalitätsbekämpfung äußerst wichtig sind, wurden weitere Arbeitstreffen vereinbart. Zudem wird auch bei anderen kriminalpolizeilichen Gebieten und Herausforderung auf die gegenseitige Unterstützung gesetzt. Besonders beim Thema Cybercrime soll die Zusammenarbeit intensiviert werden.

Artikel Nr: 18941 vom Donnerstag, 9. September 2021, 09:00 Uhr
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