Internationales

Erfolge gegen Schlepperei

Zwölf Schlepper und 95 geschleppte Personen konnten im Rahmen der Joint Action Days (JAD) "Danube" 2019 allein in Österreich aufgegriffen werden. Vorsitz des JAD führte Frontex, Operatives Einsatzzentrum war das Joint Operation Office( JOO) des Bundeskriminalamts in Wien.

Von 28. Juni bis 8. Juli 2019 fanden die Joint Action Days (JAD) "Danube" unter dem Vorsitz von FRONTEX statt. Österreich fungierte als Co-Leiter des JAD, an dem auch Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Ungarn, die Niederlande, Rumänien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Interpol und Europol teilnahmen. Operatives Einsatzzentrum war das Joint Operation Office (JOO) des Bundeskriminalamts in Wien.
Der Fokus der JAD lag 2019 auf Schlepperei und Umweltkriminalität. Im Rahmen der Operation konnten 26 Schlepper festgenommen und 2.760 illegale Migranten aufgegriffen werden. 1.714 Migrantinnen und Migranten wurden an der Einreise in europäische Staaten gehindert und 92 gefälschte bzw. verfälschte Reisedokumente sichergestellt.
In Österreich erfolgten im Rahmen der Operation rund 1.700 Personen- und 1.200 Fahrzeugkontrollen, 15 Kontrollen von Güterzügen und zahlreiche Identitätsfeststellungen nach dem Fremdenpolizeigesetz und dem Sicherheitspolizeigesetz. Es wurden dabei zwölf Schlepper und 95 geschleppte Personen aufgegriffen. In der Steiermark wurden beispielsweise 14 Migranten mittels PKW mit gefälschten österreichischem Kennzeichen geschleppt und zwei weitere Schlepper festgenommen, die eine Person im Kofferraum versteckt schleppten. In Kärnten konnten elf Geschleppte in einem Güterwagon und zwei Schlepper mit einer geschleppten Person in Tirol im Bereich der Inntalautobahn aufgegriffen werden. Am Flughafen Schwechat wurden zwei Schlepper festgenommen, die ein achtjähriges Kind unter den Gebrauch fremder Ausweise schleppten.
Die meisten geschleppten Migranten stammen aus Afghanistan, Bangladesch, dem Iran, Indien und der Türkei.

JOO
Das JOO ist Teil des Büros 3.4 (Zentralstelle zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Schlepperei) des Bundeskriminalamts und wurde am 4. Mai 2016 in Wien eröffnet. Es ist operatives Bindeglied zum European Migrant Smuggling Center (EMSC) von Europol – im Rahmen der European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats (EMPACT-Illegal Immigration).

Artikel Nr: 17166 vom Donnerstag, 18. Juli 2019, 08:48 Uhr
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